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Bindehautentzündung in der Schwangerschaft

Tränende, rote, juckende, brennende, schmerzende oder verklebte Augen mit oder ohne eitrigem Sekret – auch eine werdende Mutter ist vor einer Bindehautentzündung nicht gefeit. Nicht selten leiden Frauen während der Schwangerschaft an einer mechanischen, allergischen, bakteriellen oder viralen Bindehautentzündung.
Augentropfen bei Bindehautentzündung in der Schwangerschaft

Mechanische Bindehautentzündung

Eine Konjunktivitis, die durch äußerliche Reize wie Staub, UV-Licht, Zugluft, trockene Luft oder Chlorwasser hervorgerufen wird, heilt in der Regel innerhalb weniger Tage von allein wieder ab. Die meisten Ärzte raten in diesem Fall abzuwarten und das betroffene Auge zu schonen.

Bei sehr trockenen Augen können jedoch „künstliche Tränen“ Linderung verschaffen. Dies sind Augentropfen, die das Auge mit Flüssigkeit benetzen und somit vor einer Austrocknung schützen. In Frage kommen z. B. Hyaluronsäure mit Natriumchlorid (in Präparaten wie Hylo-Vision HD Augentropfen oder HYLO-GEL Augentropfen) sowie Dexpanthenol und Hyaluronsäure mit Natriumchlorid (in Präparaten wie Bepanthen Augentropfen).

 

Allergische Bindehautentzündung

Hier lautet die erste Regel, die Allergene so gut es geht zu meiden. In Akutfällen sind bestimmte Antiallergika in Form von Augentropfen möglich. Allerdings sollte die Gabe von Antihistaminika nur unter Aufsicht eines Arztes erfolgen.

 

Bakterielle Bindehautentzündung

Handelt es sich um eine ansteckende bakterielle Konjunktivitis, sind antibiotische Augentropfen das Mittel der Wahl. So werden beispielweise Präparate mit Gentamicin nur in geringen Mengen resorbiert, wodurch sie keine schädigende Wirkung auf das Ungeborene haben. Antibiotische Augentropfen sind verschreibungspflichtig und bedürfen ebenfalls der Verordnung vom Arzt.

 

Virale Bindehautentzündung

Diese Form der Bindehautentzündung heilt generell binnen weniger Tage von selbst wieder ab und ist ebenfalls sehr ansteckend. Sie kann lediglich symptomatisch behandelt werden. Künstliche Tränen (siehe oben) können die Beschwerden lindern und gelegentlich auch die Heilung beschleunigen.

Kann ich mein Baby mit einer Bindehautentzündung anstecken?

Grundsätzlich ist eine Bindehautentzündung für das Ungeborene nicht gefährlich, vor allem wenn sie mechanischer oder allergischer Herkunft ist. Handelt es sich aber um eine bakterielle oder virale Konjunktivitis, ist jedoch eine Ansteckung möglich. Allerdings auch nur, wenn die Bindehautentzündung in den letzten Tagen vor der Entbindung auftritt, da diese beiden Formen übertragen werden können, wenn das Baby den Geburtskanal passiert.

Dies geschieht aber im Fall einer bakteriellen Konjunktivitis auch nur dann, wenn bei der Mutter eine Chlamydieninfektion oder eine Infektion mit Gonokokken vorliegt. Als Folge dieser Geschlechtskrankheiten kann es beim Neugeborenen zu einer Bindehautentzündung kommen. Gleiches gilt für eine virale Konjunktivitis. Leidet die Mutter vor der Geburt beispielweise an Genitalherpes (welches durch Viren verursacht wird), kann sich das Baby bei einer natürlichen Geburt anstecken, was sich in Form einer Bindehautentzündung äußert.

Bakterielle sowie virale Bindehautentzündungen können aber auch durch Schmier- bzw. Kontaktinfektion durch infizierte Hände hervorgerufen werden (z. B. durch direkten oder indirekten Augenkontakt).
Nach 3 bis 5 Tagen zum Arzt

Generell sollten Schwangere mit einer Bindehautentzündung nicht sofort zu irgendwelchen Präparaten greifen. In der Schwangerschaft ist es meist besser „die Sache auszusitzen“ und von allein wieder abheilen zu lassen. Nur, wenn die Beschwerden nach 3 bis 5 Tagen nicht besser geworden sind bzw. sich verschlechtert haben, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser entscheidet dann über die geeignete Behandlungsmethode.

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