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Die Pollensaison hat begonnen!

Gereiztes Auge bei Bindehautentzündung.

Gereiztes Auge bei Bindehautentzündung.

Leider bringt die Pollensaison nicht selten eine Bindehautentzündung mit sich. Dies äußert sich vorwiegend durch juckende, brennende und gerötete Augen. Besonders Pollenallergiker haben es jetzt schwer, denn neben anderen Beschwerden wie Husten, vermehrter Sekretaustritt aus der Nase und Unwohlsein, kommt nicht selten noch eine Bindehautentzündung hinzu. Doch was kann man tun?

Die Augen brennen wie Feuer, sind angeschwollen und jucken. Pollenallergiker leiden sehr häufig unter den typischen Anzeichen der Bindehautentzündung. Vor allem im Frühjahr und Sommer, tritt die Bindehautallergie laut dem Facharzt für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg Toam Katz, besonders gehäuft auf. Dies geht oft mit weiteren Symptomen wie Niesen und einer angeschwollenen Nasenschleimhaut einher. Manche Allergiker leiden sogar unter stärkeren Beschwerden wie allergisches Asthma.

Eine Bindehautentzündung als solches kommt häufig vor und kann unterschiedliche Ursachen haben.  Zum einen kann die Infektion durch Bakterien oder Viren verursacht werden und zum anderen kann das Auge durch Staub, Schadstoffe in der Luft, oder Augentrockenheit, gereizt werden. Meist wird eine Bindehautentzündung, die saisonal durch Pollenflug hervorgerufen wird, schon im Kindesalter diagnostiziert. Bei anderen tritt die Infektion erstmalig zwischen dem 18. Und 35. Geburtstag auf.

Reaktion

Im Fall einer allergischen Reaktion auf Pollen entwickelt der Körper eine Überempfindlichkeitsreaktion auf die eigentlich harmlosen Pollen. In Folge dessen werden sogenannte Antikörper gebildet. Diese merken sich (stark vereinfacht dargestellt) wie das entsprechende Allergen ausschaut. Kommt der Mensch dann erneut mit dem Allergen in Kontakt, so wird im Immunsystem der körpereigene Stoff „Histamin“ ausgeschüttet. Es kommt also zur allergischen Reaktion.

Suchen Sie unbedingt einen Augenarzt auf, wenn Sie unter den oben beschriebenen Symptomen leiden. Es muss dringend abgeklärt werden, ob es sich um eine Pollenallergie handelt, oder ob eine Infektion durch Viren oder Bakterien vorliegt. In letzteren Fällen ist die Bindehautentzündung hochansteckend.

Genesung

Im Fall einer allergischen Reaktion gestaltet sich die Genesung etwas schwieriger, denn Pollen kann man schwerlich meiden. Wenn die Beschwerden eher leicht sind, kann es Ihnen helfen, die Augen mit sogenannten Tränenersatzmitteln auszuwaschen. Meist verordnet der Augenarzt allerdings Präparate, die gegen die Allergie wirken (Antihistaminika).

Viele Betroffene wenden diese Tropfen bereits an, wenn sie merken, dass die Pollenflugzeit begonnen hat. So können sie stärkeren allergischen Reaktionen vorbeugen und besser durch die Pollensaison kommen. Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung bieten sogenannte Mastzellstabilisatoren. Es handelt sich dabei um Zellen der körpereigenen Abwehr, welche unter anderem Histamin gespeichert haben. Wenn dann die Zellmembran mithilfe von Medikamenten stabilisiert wird, ist eine verminderte, bzw. keine Histaminausschüttung die Folge. Einer allergischen Reaktion wird demnach vorgebeugt.

Die meisten Menschen leiden jedes Jahr aufs Neue unter juckenden, tränenden und brennenden Augen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich einer speziellen Immuntherapie (Hypo- oder Desensibilisierung) zu unterziehen. Dies kann bis zu drei Jahren in Anspruch nehmen. Während der Therapie erhält der Patient in regelmäßigen Sitzungen geringe Mengen der allergieauslösenden Substanz injiziert, bzw. in Form von Tropfen unter die Zunge verabreicht. Bedenken Sie, dass diese Therapie ausschließlich außerhalb der Pollenflugzeit angewendet werden kann.